Sonntag, 23. November 2014

Die (kleine heile) Welt eines 5-Jährigen




Auf unserer heutigen Autofahrt zu meinen Eltern ergab sich folgender Dialog zwischen dem kleinen Mann und mir.



"Mami, was ist eigentlich eine U-Bahn"
"Das ist im Endeffekt das Gleiche wie eine S-Bahn, nur eben unter der Erde"
"Und warum macht man das unter die Erde?"
"Damit der ganze Verkehr von der Straße weg ist und es oben keinen so stört"
"Aber unter der Erde stört es doch die Maulwürfe"
"Das stimmt....."
"Warum machen die Menschen dann sowas?"
"Weil Menschen dazu neigen, sich selbst wichtiger zu nehmen, als die Tiere"
"Gibt es solche Menschen wirklich?"
"Ja"
"Aber Tiere sind doch genauso wichtig wie wir"
"Ja klar"
"Zum Glück sind wir nicht so, gell?"
"Ja" 

hmm...............


Irgendwie schon spannend, was in so einem Kinderkopf so alles vorgeht. Und irgendwie macht es einen dann auch irgendwie nachdenklich, wie wir Menschen so einfach so durch die Welt gehen und uns an allem so einfach bedienen, als gehöre es uns ganz alleine. Das Schlimme dabei ist nun eben auch, dass wir (zumindest die meisten) ja alles so sind. Wirklich ändern kann man es zwar nicht, aber mit ein bisschen Bewusstsein durchs Leben gehn, dürfte dabei mit Sicherheit nicht schaden. Und nicht nur wenn es darum geht, ob man jetzt - der Tiere wegen - zum Vegetarier oder gar Veganer wird.  

Die letzte Antwort hat mit Sicherheit nicht der Wahrheit entsprochen, aber ich wollte in dem Moment auch einfach nicht seine schöne heile Welt zerstören. Denn er hat wirklich auch sehr betroffen gewirkt, dass wir die armen, wie er dann noch meinte sehr nützlichen und zu allem Elend auch noch blinden Maulwürfe einfach so für unsere Zwecke verjagen. 

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen, erholsamen, kuschligen und vielleicht auch  -wie bei uns- tatortlastigen Sonntag. 

Liebe Grüße
Pamy

Kommentare:

  1. Wir wohnen am Wald und hin und wieder gibt es natürlich Wildunfälle.
    Auf meinen lapidaren Kommentar ähnlich ´dann müssen sie halt nicht auf die Straße springen´ war meine Tochter auch mit dreizehn voll erschüttert:
    Aber wir bauen doch die Straßen einfach durch ihren Wald! Puh, ja, Recht hat sie...
    Und Dein Sohn. Obwohl sich mein Mitleid für die Maulwürfe echt in Grenzen hält *lach*
    liebe Grüße und immer gute Antworten parat
    wünscht Dir Petra

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  2. Ja, so wahr....und wie sehr man sich dann doch den "alternativlosen" Lösungen beugt, wenn man groß ist...
    Eine gute Woche!
    Astrid

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  3. So, ein lieber - Dein Kleiner! Und wie schön, dass er sich um die Tiere sorgt. Und wernn es sich nur um einen Maulwurf handelt.. lächel! Ich habe vor ein paar Jahren mal einen Maulwurf gerettet. Er hatte sich auf dem Parkplatz meines Arbeitgebers verirrt. Niemand hat dem armen Tier Hilfe zuteil werden lassen. Bis ich kam.. noch heute wird diese Geschichte mir unter die Nase gerieben, da seitdem das ganze Firmengelände mit Maulwurfshügeln geschmückt ist.. ähem.. Ich denke, der Maulwurf hat es mir gedankt.. kicher.. mit Kindern und Kindeskindern. Wunderbare Woche, Nicole

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  4. Von den Kindern können wir noch was Lernen. Immer wieder!
    Süß dein Kleiner.
    Schöne Grüße
    Jutta

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  5. Bin der gleichen Meinung wie Jutta.
    Die Kinder öffnen uns immer mal wieder die Augen und lassen uns nachdenklich werden.
    Liebe Grüße

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