Samstag, 31. Dezember 2016

Das war mein 2016....


Zwischen den Jahren - Rückschau halten, so machen das ja ganz Viele und ich wie immer auch. Wie war das Jahr - was hat es gebracht? Ganz generell wars ja nicht so dolle, man spricht sogar von einem echten Krisenjahr. Da hatte es das Jahr aber auch wirklich nicht so leicht. Angefangen hat es schon direkt mit den Horrorszenarien aus der Silvesternacht in Köln. Hinzu kamen Themen wie die Flüchtlingskrise, das Unwetter Ende Mai/Anfang Juni im Süden der BRD, Terroranschläge in Istanbul, Nizza, Brüssel, vielen weiteren Plätzen dieser Welt und mittlerweile eben auch hier bei uns in Deutschland.

David Bowie, Hans-Dietrich Genscher, Götz George und jetzt auch noch George Michael.... das sind nur vier der großen Persönlichkeiten, die 2016 gestorben sind. Es war kaum zu glauben wie viele Berühmtheiten in diesem Jahr ihr Leben lassen mussten. Als dann noch Roger Cicero gestorben ist, hab ich die Welt gar nicht mehr verstanden. 

Politisch gesehen wars wohl auch nicht so der Brüller. Vorrücken der AfD, Rechtspopulisms, Brexit, Trump wird neuer US-Präsident, Erdogan nutzt den Putschversuch für seine Zwecke und entlässt Richter, Staatsanwälte und Bürgermeister, Tausende wurden auch verhaftet. Ruhige Zeiten sehen dann doch anders aus.

Dennoch war es auch ein gutes Jahr. So war die Arbeitslosenquote niedrig wie lange nicht mehr und auch die Löhne sind gestiegen. Immerhin.

Aber es ist ja nicht nur das Jahr der anderen, das Jahr der Welt, der Politik und der Gesellschaft., sondern auch mein ganz persönliches. Was war bei mir gut? Was vielleicht weniger? Was wird das nächste Jahr wohl für meine Familie und mich bringen? 

Auf jeden Fall war es wieder ein sehr ereignisreiches Jahr. Ich habe viel erlebt, Vieles war aber auch oft sehr stressig. Zu stressig. Gerade in der zweiten Jahreshälfte lief Einiges gerade so durch und ich hätte mir manchmal gewünscht, einfach mehr Zeit nur für mich und die Dinge, die ich gerne mache, zu haben. Wobei mir dann sicher auch was gefehlt hätte und mir irgendwann langweilig geworden wäre. Von demher ist auch  alles gut so, wie es ist.

Gleich Anfang Februar haben wir in diesem Jahr schon die Faschenacht gefeiert, zudem noch den 7. Geburtstag meines Sohnes und Anfang Mai waren wir dann in der Türkei in Urlaub. Ich mag das Land sehr, aber dennoch haben wir beschlossen, dass es vorerst der letzte Urlaub dorthin gewesen ist. Es ist nichtmal die Angst vor einem Anschlag, aber moralisch gesehen, möchten wir dieses Land einfach nicht mehr unterstützen, auch wenn man damit vielleicht die Falschen trifft. Dennoch kann ich in keinem Land Urlaub machen, in dem das Demokratieverständnis immer weiter den Bach hinuntergeht. Das Urlaubsziel für 2017 ist allerdings noch offen, aber auf jeden Fall wollen wir ins Warme. Italien, Spanien oder Frankreich sind ja auch ganz gute Optionen.... mal sehen :)

Ende Mai dann das Unwetter, von dem auch mein Heimatdorf ganz stark betroffen war. Das Haus meiner Schwester, meiner Tante und meines Onkels, aber auch mein ehemaliges Elternhaus hat es böse erwischt. Auch wenn meine Eltern selbst dort nicht mehr wohnen, ist es schon ein komisches Gefühl, diese Trümmer zu sehen, immerhin habe ich dort die ersten 21 Jahre meines Lebens verbracht. Gerade diese Woche habe ich in der Zeitung einen Bericht über genau jenes Haus gelesen, welches noch mit den 60.000€ Schaden zu kämpfen hat und nun auch noch einen Teil der Sanierung der Straße zahlen soll.

Im Juni haben wir mal wieder einen Abstecher in meine Lieblingsstadt nach München gemacht (einmal im Jahr ist das nämlich Pficht für mich) - ich hab mich mit "der lieben" Karin dort getroffen und wir haben es uns dort 3 Tage lang gut gehen lassen. Anfang Juli waren wir dann auch im Schwarzwald im sogenannten "Feuerwehrhotel". Mein Mann hatte dort ein Seminar, aber auch Geburtstag und da haben Herr Sohnemann und ich ihn ihn einfach begleitet. Gute Entscheidung wie sich herausgestellt hat, denn ich liebe dieses Hotel und die Gegend sowieso. Am Monatsende war dann unser Zeltlager. Auch nach 17 Jahren fahr ich noch immer auf den Platz, bin aufgeregt wie beim ersten Mal Zelten und freu mich wie Bolle auf 3 Tage Lagerfeeling mit 350 Leuten, Lagerfeuer & Co. Vielleicht war ich aber in diesem Jahr auch besonders aufgeregt, denn es hieß zum ersten Mal für mich, Gesamtverantwortung für diese Veranstaltung zu übernehmen. Was diese heißt, wird einem aber erst dann wirklich bewusst, wenn sämtliche Kinder im Wald zur Nachtwanderung unterwegs sind und ein Gewitter aufzieht. Was machen? Hoffen, dass es nun doch vorüberzieht oder Abbrechen und Kinder einsammeln? War schon cool, wie schnell sich der "Einsammeltrupp" formiert hat und mit sämtlichen Feuerwehrautos alle eingelesen wurden. Nix passiert - alles gut gegangen, aber Sicherheit geht immer vor!

Und weil ich von genau jenem Lagerfeeling anscheinend nicht genug bekommen kann, ging es genau eine Woche später schon wieder weiter ins nächste Sommerferienlager. Da allerdings nicht zum Zelten, sondern in ein großes Haus mit Selbstversorgung. 80 Leute waren es dieses Mal und mein Mann und ich stellten mit zwei weiteren Mädels das Küchenteam. Leider war das Wetter nicht so der Bringer und Vieles musste dann im Haus stattfinden, was draußen schon entspannter gewesen wäre. Dafür waren wir in Österreich in Saalbach/Hinterglemm und alleine die Gegend war schon Mega. Der Dauerregen war das zwar wie gesagt nicht, aber man ist ja Improvisationskünstler. Und für einmal Freibad und einmal rauf auf den Berg zur Bergtour hats zumindest mal gereicht. Immerhin. Zudem ist nach dem Sommerlager vor dem Sommerlager und nächstes Jahr wirds sicher wieder besser werden. Entscheidung schon gefällt: wir kommen wieder mit.

Nachdem wir wieder zu Hause waren, wurde dann auch zum Glück das Wetter gut. Endlich war der Sommer angekommen und die Freibadsaison somit eröffnet. Immerhin waren ja (zumindest für den Sohnemann) noch 4 Wochen Sommerferien. Eine Zeit, die wir sehr genießen. Mittlerweile sind wir eine richtig schöne Clique, irgendwer ist immer da und man hat immer die richtige Unterhaltung. Egal ob als Kind oder Erwachsener. Bis in den September war es herrlich warm und wir waren fast täglich baden. Tja und dann waren wir gleich nochmals zelten. Diesmal aber nicht aus ehrenamtlicher Verpflichtung heraus, sondern ganz privat und mit Freunden an einer ganz urigen Jagdhütte.So gingen die Männer tagsüber zum Angeln und abends gab es dann selbstgefangene Forellen vom Grill. Und das leckerste Reh ever. Das haben sie aber nicht erlegt, sondern einer der Herren ist Jäger und hat es bereits schon vorher irgendwann mal geschossen. Sehr fein und auch so sehr toll. Waren wir im letzten Jahr noch drei Familien und nur eine Nacht dort, so waren wir es in diesem Jahr schon vier Familien mit gleich zwei Übernachtungen. Zwei weitere Familien haben sich bereits fürs nächste Jahr angemeldet und jetzt im Januar haben wir ne Hütte angemietet, in der wir wieder übernachten wollen, weil das im Sommer sooo schön war. Für die Kinder ist das natürlich auch der absolute Hit.

Im November ging es dann wieder an die Nordsee. Ich verstehe ja gar nicht, warum um diese Jahreszeit so wenig da oben los ist und warum das nicht jeder macht, weil das so extrem entschleunigend und schön ist. aber würde es jeder machen, wäre es ja auch wieder anstrengend. Dann wärs ganz schnell auch wieder vorbei mit der herrlichen Ruhe. Wenn man tagsüber den ganzen Tag draußen ist, am Meer spaziert, auf dem Spielplatz ist (das Watt lassen wir mal weg, da gehen meine zwei Männer nämlich nicht rein), die Gegend erkundet und kommt dann zurück und macht sich den Kaminofen an, kann ne Runde stricken, genießt ein Glas Wein..... Ein Traum sag ich Euch. Nur leider ist so ne Woche schon gleich wieder vorbei. Und danach wars auch ganz schnell wieder vorbei mit der Ruhe.

Denn die Teilnahme an zwei Weihnachtsmärkten stand an und ich musste noch ganz schön viel machen. Da rattert die Nähmaschine gefühlt rund um die Uhr. Naja, würde sie. Ab und zu muss man ja auch mal noch zur Arbeit oder sonstige Verpflichtungen erfüllen. Das war am Schluss dann echt grenzwertig. Dafür wurde ich auf den Märkten entschädigt, das war echt grandios und hat mega Spaß gemacht. Ich hatte aber auch ganz liebe Menschen, die mir geholfen und mich in meinem Hüttchen unterstützt haben ♥

Danach hieß es wieder alles verräumen, selbst Weihnachtsgeschenke besorgen, Plätzchen backen. Besinnlichkeit auf Knopfdruck. Ist mir leider nicht gelungen, aber auch nicht schlimm, denn ich habe jetzt 2 Wochen Urlaub und die Ruhe und Besinnlichkeit wird eben genau jetzt nachgeholt. Wie man sieht ja auch, in dem ich mir Gedanken rund um Vergangenes und Zukünftiges mache.

So wünsche ich Euch allen einen ultimativen Rutsch und ein glückliches weltbestes neues Jahr. Wir selbst werden bei Freunden feiern. Ganz klassisch mit Raclette, so wie ich es liebe.

Kommt gut rein - und fangt's gut an

***
Pamy



Kommentare:

  1. Ja, es war nicht unbedingt ein schönes Jahr, aber es ist schön das du so vieles positives erlebt hast. Ich hoffe das Neue wird besser für uns alle und für dich mindestens genauso schön, kreativ und vor allem gesund...
    Wir lesen uns im Neuen,
    Lee

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  2. Ein wirklich vollgepacktes Jahr dieses 2016; nun ist es um und wenn man so zurückschaut war es eine Wundertüte randvoll mit guten und mit weniger guten Dingen. Schön, dass du für dich und die Familie so viele positive Erinnerungen hast sammeln können und die Erlebnisse hier mit uns in Schrift und Bild teilst. Vielen Dank dafür, ich freue mich schon auf das kommende Jahr.
    Die besten Wünsche für 2017 wünscht dir
    Sophie

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  3. Liebe Pamy,
    Danke für deinen Besuch bei mir ;) Es hat mich sehr gefreut :)
    Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein glückliches, gesundes 2017 !!!!
    Ganz liebe Grüße
    Karina

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  4. Dir ein gutes neues Jahr mit vielen erlebnisreichen Tagen!
    Annette

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