Mittwoch, 18. September 2019

{Nähliebe} Eine Kuschelhose für den Herbst bitteschön




Ui ui ui, hier war ja lange nix mehr los. Also hier im Blog mein ich, bei mir im alltäglichen Leben dagegen schon. Aber ich will Dich gar nicht mit irgendwelchen Erklärungen, Ausflüchten oder gar Rechtfertigungen langweilen, es war bisher einfach ein extrem bewegendes und ereignisreiches Jahr für mich, dass das Bloggen ziemlich weit nach hinten rücken ließ. Sicher gehe ich darauf bestimmt auch mal noch näher ein, aber heute will ich was ganz anderes erzählen und zeigen.
 
Schließlich steht der Herbst direkt vor der Türe (heute morgen auf dem Weg zur Arbeit hatten wir hier in Badisch Sibirien gerade mal 4°C, brrrrrr) und es wird Zeit, sich auf kuschlige Zeiten vorzubereiten. Mein Holz für den Kamin kommt diese Woche und was brauch ich dann unbedingt, um mir es auf meinem (ebenfalls neuen) Sofa gemütlich zu machen??? Ganz genau: eine neue Kuschelhose.
 
Ich gebe zu, das Schnittmuster und ich waren nicht von Anfang an die besten Freunde, aber daran bin ich zugegebenermaßen ganz alleine und selbst Schuld. Denn irgendwann sollte man vielleicht doch lernen, eine Anleitung zu lesen BEVOR man anfängt den Stoff zuzuschneiden. So hatte ich anfangs keine Nahtzugabe und keinen Saum mit zugeschnitten und alles schien zu eng und kurz zu werden. Irgendwann hab ichs gemerkt, d.h. ein Teil war dann mit Zugabe und ein andere Teil ohne und ich war fast ausschließlich damit beschäftigt, diese Ungleichheit irgendwie auszugleichen..... Ich hoffe, es war mir eine Lehre und beim nächsten Mal les ich halt dann doch vorher.
 
Das zweite Problem kam prompt, ich hab mit dem Messer meiner Overlock ein Teil Stoff abgeschnitten, weil ich von der falschen Seite angefangen habe zu nähen. Da war ich schon kurz davor, alles an die Wand zu knallen. Endgültig zur Weißglut hat mich dann mein altes Problem gebracht, ich bin einfach zu doof, Ösen in Stoffe einzuschlagen.
 


Nichts desto trotz hab ichs dann irgendwann doch noch hinbekommen, bin mega glücklich mit dem Ergebnis, die Hose ist wirklich extrem bequem und bietet durch den eingearbeiteten Zwickel eine tolle Beinfreiheit. Der Herbst kann jetzt also kommen, ich bin quasi vorbeireit und freu mich mittlerweile sogar schon drauf.  Aber nicht nur deshalb, weil ich so gut vorbereitet bin, sondern weil das echt auch ein toller Sommer war. Gerade die letzten August- und ersten Septembertage waren nochmal sooooo schön sonnenverwöhnt, ich hab viele wunderschöne Dinge erlebt und so konnte ich meinen Sommerakku nochmal ordentlich aufladen. Jetzt muss er nur lange genug durchhalten, um mich auch durch die kalten und tristen Tage zu bringen.

Das Beste bei meiner neuen Hose ist übrigens, dass sie gar nicht alleine bleiben muss, denn eigentlich hab ich sie ja nur zur Probe genäht. Am Freitag gibt's bei uns im Mehrgenerationenhaus nämlich mal wieder ein Nähcafé und da werden genau solche Hosen genäht. Mein Stoff für Kuschelhose No. 2 liegt hier schon bereit. Also wenn Du hier aus der Nähe bist, am Freitag noch nichts vor hast, dafür aber Zeit und Lust, dann nix wie ab mit Dir ins nächste Stoffgeschäft und komm bei uns vorbei. Vorher anmelden wäre natürlich super.  
 
 


  
 

 
(Werbung ohne Auftrag)
Stoffe: aus dem hiesigen Stoffgeschäft, Kordel auch, Ösen von Prym (ebenfalls Werbung ohne Auftrag)
  

 Dann lass es Dir mal gut gehen,
bis sicher bald
 
Pamy
 

Dienstag, 8. Januar 2019

{Creadienstag} Ich näh mir (endlich) einen Rucksack

 
 
 
 
Ich weiß gar nicht, wie lange ich mir schon einen Rucksack nähen will. Und zwar in gelb! Vor allem gefallen mir die im Totebag-Style ganz besonders. Schon ewig hab ich mir da auch welche auf meinem Pinterestboard abgespeichert. Dann kommt auch noch Lee mit ihrem tollen selbst ausgetüftelten Teil daher. Und wieder dachte ich, dass ich so einen auch unbedingt brauche. Aber es ist wie immer: mir graut es vor Großprojekten. So euphorisch ich meist damit anfange, so schnell verlier ich die Lust und es liegt ein weiteres unfertiges Teil in der Ecke. Dennoch stolpere ich jedes Mal über dieses tolle Teil, wenn ich bei ihr auf der Seite bin. Dann plötzlich die Vorankündigung für einen Sewalong.
 
Am Montag, sprich gestern, ging es los. Am Sonntag beim Frühstück hab ich hin- und her überlegt: Soll ich oder soll ich nicht? Ok, man kann ja mal Stoffe im hauseigenen Stofflager gucken gehen. Klar war: es muss was Gelbes her. Da fiel mir  plötzlich ein längst vergessener Stoffschatz in die Hände. Bis vor Kurzem konnte man nämlich noch sackweise Stoffreste von Möbelstoffen des hiesigen Polstermöbelherstellers beziehen. Für'n Appl und nen Ei. Und in einem dieser Säcke war dieser gelbe Stoff. Eigentlich gar nicht mal so schön, aber die Innenseite (also eigentlich die linke Seite) ist super, so hab ich einfach rechts für links und links für rechts genommen und schon war klar: ich bin dabei. Wenn ich jeden Tag ein bisschen was nähe und das mit einem gewissen "Druck", dann wird das schon irgendwie hinhauen. Futterstoff war gleich gefunden, Reißverschlüsse hab ich en masse, nur Gurtband und Leiterschnallen mussten noch her. Dass man Letzteres im Odenwald nicht bekommt (und ich war glaub wirklich überall), war zu befürchten, aber zum Glück kommt dieser Schritt erst relativ am Schluss und so dürfte es mit meiner Onlinelieferung noch klappen. Definitiv muss der Rucksack nämlich zum Wochenende fertig werden, da wir nächsten Montag in die Hauptstadt fahren. Da muss dieses schicke Teil schließlich unbedingt hin ausgeführt werden. Eigentlich wollte ich mir dafür noch ne Reisetasche nähen, aber die muss eben jetzt hinten anstehen. Man kann schließlich nicht alles haben :) 
 
Obwohl ich wie gesagt kein Freund von Großprojekten bzw. Schnittmustern mit vielen Teilen bin, komm ich wirklich super gut klar und auch flott voran. Lee hat alles super erklärt und es geht schneller als gedacht. Lediglich die Vordertasche hab ich zweimal wieder aufgetrennt, aber nicht, weil was falsch war, sondern weil mir das mit der Schrägbandvariante nicht gefallen hatte. Die erste war mit marineblau, das war mir zu hart, die zweite in gelb, das sah irgendwie auch nicht so hübsch aus, jetzt hab ichs ganz weggelassen und finde es super. Auch hab ich mich vom ursprünglichen Plan, den Reißverschluss und das Gurtband in blau zu machen verabschiedet und bin jetzt auf braun gegangen, ist irgendwie stimmiger. Nur das Innenleben, das darf noch blau bleiben. Oft gelesen und heute mal wieder als absolut zutreffend empfunden: Nähen ist wie zaubern können, bin ganz angetan und könnte mein bisheriges Stück vor lauter Begeisterung die ganze Zeit betrachten. Kennst Du dieses Gefühl auch?
 
Wer noch einsteigen will (oder vielleicht auch später?) bekommt hier übrigens die Anleitung und das Schnittmuster. Auf Insta gibt's hier auch noch ein Video zu allen Schritten. Ich selbst hab das Schnittmuster übrigens gar nicht verwendet, sondern nach den Angaben in der Anleitung zugeschnitten, ging schneller und war einfacher, da ich im Besitz eines Patchworklineals und Rollschneiders bin. Im Übrigen finde ich es total toll, dass man nur nen halben Meter Innen- sowie Außenstoff dafür braucht. Hätt ich vorher erst nicht gedacht und so ist es doch auch ein cooles Stoffabbauprojekt.
 
verlinkt: Creadienstag
 
 
 Hab ne feine Woche!
***
Pamy
 

Freitag, 4. Januar 2019

Ein frohes neues Jahr und wie es weitergeht - mit einem DIY für ein Glücksglas




Zunächst einmal wünsche ich dir ein frohes, ganz wunderbares und vor allen Dingen natürlich auch gesundes und glückliches neues Jahr. Ich hoffe, Du konntest es genau so gut anfangen, wie das bei mir der Fall war. Zum einen hatten wir eine wunderbare Silvesterfeier bei Freunden, aber auch so geht es uns gerade ziemlich gut. Ich habe nämlich noch immer Urlaub und das schon die zweite Woche. Kein Urlaub ist entspannter für mich, als diese Zeit nach Weihnachten, zwischen den Jahren und eben die Tage noch danach. Da kommt keiner, niemand will was, kein Alltagsstress, einfach gar nix. Ein herrliches Lotterleben ist das, in dem ich mir auch grundsätzlich nichts vornehme und nur das tue, auf das ich wirklich gerade Lust habe. Heute ist schon Freitag und ich kann es mir gerade noch gar nicht vorstellen, dass in drei Tagen hier schon wieder der ganz normale Alltagswahnsinn einziehen soll. Aber vermutlich ist dies auch gut so, sonst verlottert man hier ja noch ganz. Wobei ich ja schon auch ein bisschen fleißig war und im Haus so Einiges getan habe. Wir wohnen jetzt seit einem guten Jahr im neuen Haus und da war Vieles noch sehr provisorisch, da hab ich schon jetzt einiges neu machen können und so ist es hier noch wohnlicher und gemütlicher geworden, als dies eh schon der Fall ist. Noch mehr Raum quasi für solch cozy days :)

Mit den Vorsätzen fürs neue Jahr habe ich es übrigens gehalten wie immer. Es gibt nämlich keine. Vorsätze frustrieren am Ende doch eh nur, weil man sie nicht einhält. Sich gesünder ernähren, mehr bewegen, ein paar Gramm abnehmen, weniger Müll produzieren, ja das sind alles Dinge, die wichtig sind und ich mir auch hinter die Ohren schreibe, aber dazu braucht es kein neues Jahr. Zumindest nicht für mich

Dennoch hab ich mir so meine Gedanken gemacht, wie es hier denn so weiter gehen soll. Immerhin habe ich das Bloggen in letzter Zeit, besser gesagt eigentlich im ganzen vergangenen Jahr, ja wirklich sträflichst vernachlässigt. Das hat mir mal besser, aber auch mal weniger gefallen. Auf Insta war ich dagegen viel aktiver, allerdings eher mit meiner Naturfotografie, viel weniger mit Themen, wie ich sie auf dem Blog teile. Das fand ich zum einen toll, da ich diese Art von Bildern wirklich liebe und mir auch das Fotografieren an sich unglaublich viel Spaß macht. Viel mehr als drinnen irgendein arrangiertes Bild, das gut für den Blog oder auch für meinen Etsy-Shop oder ähnliches sein muss. Das ist jedes Mal ein wahrer Kraftakt und dauert auch immer so unfassbar lange. So ist es geschehen, dass meine sonstigen Themen in letzer Zeit dadurch einfach komplett verschwunden sind, nichts Kreatives, keine DIY's, keine Rezepte, Urlaubsgeschichten oder Ähnliches. In meine Insta-Galerie passt es nicht (mehr) und für einen richtigen Blogpost fehlt mir meist die Zeit oder gar auch die Muße. Dabei mach ich die Dinge ja immer noch und sie machen mir weiter noch unglaublich viel Spaß, ich bringe es nur nicht mehr richtig zu "Papier", was ich persönlich wirklich extrem schade finde.  Den Blog einzustampfen kommt daher für mich überhaupt nicht in Frage. Denn gerade wenn ich hier diese Zeilen so schreibe, merke ich, dass ich zum einen eigentlich immer noch "was zu sagen" habe, aber mir auch das Schreiben als solches noch ganz viel Freude macht. Nein, meinen Blog will und kann ich nicht schließen, dafür ist er mir eh viel zu wichtig und bedeutet mir auch viel zu viel.


Deshalb habe ich mir überlegt (kann mir eigentlich mal einer sagen, warum ich darauf nicht schon früher gekommen bin?), dass ich mir ganz einfach einen zweiten Instagram-Account zulege. Da kann ich nämlich auch einfach mal schnell was mit dem Handy machen bzw. mit der integrierten Kamera. Da ich seit 2 Wochen ein neues Handy habe (und mich ganz bewusst gegen ein weiteres Iphone entschieden habe), das unfassbar gute Bilder macht, geht das sicher einfach schneller. Zumindest geht es so, dass ichs mache und nicht so lange vor mir herschiebe, bis alles längst schon wieder ums Eck ist (Gebackene Weihnachtsplätzchen erst an Ostern zu zeigen, bringt halt einfach nix)

D.h. mein bisheriger Account bei Insta bleibt, da gibts auch weiter ausschließlich Fotos aus dem Bereich Fotografie mit dem Schwerpunkt Natur und heißt ab sofort Pamylotta_Photography und meiner neuer wird ein Kraut-und-Rüben-Account wie dies eben auch mein Blog ist, da gibt es keine Richtung, einfach nur die Dinge, die mir wichtig sind, die mir Freude bereiten oder die ich Dir und der ganzen Welt gedenke mitzuteilen. Zu diesem kommst Du übrigens hier und natürlich freue ich mich wahnsinnig darüber, wenn du mich hier vielleicht auch regelmäßig besuchst. :)

Und weil ich gerade so unfassbar motiviert bin, hab ich direkt auch schon ein kleines DIY, von dem ich Dir noch berichten will. Auch wenn das sicher nichts Neues ist, denn seit Jahren sehe ich immer zum Jahresanfang die Idee, Glücksmomente zu sammeln. Immer will ich diess auch machen will, vergess ichs aber wieder ganz schnell. Wenn man dann erst im April damit anfängt (dann fällt es mir meist erst wieder ein), find ichs auch irgendwie doof. Deshalb hab ichs bisher einfach noch nicht zu Stande bekommen.




Die Idee, die dahinter steckt ist folgende: 
Man nehme ein Glas, schreibt alle -noch so kleinen- Glücksmomente auf einen Zettel und wirft sie dieses. Am 31.12. öffnet man das Glas und liest sich alle Zettel durch. So kann man sich erinnern und nochmals an den schönen Dingen, die man im laufen Jahr erlebt hat, erfreuen. Ich mag diese Idee so sehr und doch hab ichs jedes Jahr verpasst. Dieses Mal ist es anders, ich hab ein Glas gestaltet und zwar nicht nur für mich, sondern auch für all meine Freunde. Das gabs dieses Jahr von mir zu Weihnachten und alle haben sich wahnsinnig gefreut. D.h. ich konnte gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: ich hatte schnell meine Geschenke zusammen und konnte Leute glücklich machen. Win-win-Sitauation also, Du verstehst ;)

Gestaltet hab ichs übrigens ganz einfach: ich habe Einmachgläser beim Möbelschweden gekauft, ein bisschen mit Kunstschnee und Holzsternen befüllt (und natürlich noch genügend Platz für die Zettelchen gelassen), ein Zettel mit einem Glücksspruch ausgedruckt, von außen mit einem Klebestift aufgeklebt und ein paar Erlenzapfen am Verschluss befestigt. Das wars eigentlich schon.

Ich selbst habe bei meinem eigenen Glas sogar schon drei Zettelchen geschrieben.... aber es dürfen ruhig noch viele viele Zettelchen und Momente des Glücks hinzukommen. 

In diesem Sinne, habs genauso fein!

***
Pamy


Donnerstag, 8. November 2018

Meine Oktober-Reste






Mal wieder komplett verspätet komm ich da heute mit meinen Monatsresten daher. Aber hey, lieber spät als nie und aktuell ist gerade mal wieder soviel los, da komm ich so gut wie gar nicht an den Laptop. Man möge es mir nachsehen ;)

Dabei war der Oktober in diesem Jahr nicht ganz unwichtig für mich. Ich wurde nämlich 40. Puh ja, jetzt isses raus. Und das ist natürlich nicht ganz spurlos an mir vorbeigegangen. Damit mein ich jetzt nicht unbedingt meine Falten (ok, die lassen sich mittlerweile auch nicht mehr so ganz leugnen), sondern es war vielmehr ein bisschen an der Zeit für mich, ein weing inne zu halten, zurückzuschauen auf mein Leben und mir da auch ein paar Gedanken dazu zu machen. Immerhin ist der 40. ja schon sowas wie ne magische Grenze. Denn wenn alles gut läuft (und man weiß es ja nie), dürfte das jetzt so etwas wie die Lebenshälfte sein, da darf man auch schon ein bisschen sentimental werden. Deshalb fühle ich mich nun weder alt, noch bin ich wehmütig und schon gar nicht bin ich traurig darüber. Eher bin ich dankbar und zwar zutiefst. Dankbar für alles was ich habe, bisher erleben durfte und auch dass wir alle gesund sind und es uns gut geht.

Und das wollte ich unbedingt feiern. Und das hab ich auch. Mit Discokugel, Nebelmaschine und eigenes erstellter Playlist. Darin gabs nur Lieder, die mir in meinem Leben irgendwann mal wichtig waren und teilweise auch ne spezielle Bedeutung für mich hatten bzw. haben. Du glaubst gar nicht, wie sehr ich alleine beim Erstellen dieser Liste meinen Spaß hatte. Sämtliche Erinnerungen sind mir beim wieder Anhören durch den Kopf geschossen und es war ein regelrechter Flashback ins eigene alte vergangene Ich. Sollte unbedingt jeder mal machen, unglaublich ist das. Tja und so haben wir gefeiert und getanzt und die Stimmung war entsprechend gut. 

Meine Monats-Bilder sind entsprechend geprägt, von der Feier und vertrocknete Rosen. Blumen so vergänglich wie das Leben....wobei ich mich selber natürlich nicht ganz so vertrocknet sehe ;). Die gehäkelte 40 hab ich geschenkt gekriegt. Schön, gell?

In diesem Sinne auf einen tollen November, wobei der ja auch schon wieder ein paar Tage alt ist. 

Liebe Grüße
***
Pamy




Sonntag, 30. September 2018

{Backliebe} Schwedische Zimtschnecken






An was merke ich -neben fallender Temperaturen und dem Verfärben der Blätter da draußen- unweigerlich, dass es tatsächlich auch Herbst wird? Zum einen an meiner nun steigenden Lust auf Suppen (und deshalb gab es diese Woche gleich schon zweimal welche), aber auch meine Zimtgelüste steigen wieder ins Unermessliche. 

Brauche ich das im Sommer gar nicht mal so sehr, so liebe ich es im Herbst/Winter einfach über alles. Und aktuell haben es mir dabei schwedische Zimtschnecken ganz  besonders angetan. Nachdem ich diese wirklich schon Ewigkeiten nicht mehr gemacht habe, habe ich dies in einer Woche voll und ganz nachgeholt, denn es gab sie nun tatsächlich schon dreimal. Von denen sind jetzt auch nur noch zwei Stücke über, ich befürchte, ich werde direkt nochmal welche machen müssen. Ich weiß auch gar nicht mal, was ich mehr mag, wenn sie noch herrlich lauwarm sind und man sie zusammen mit einem schönen Milchkaffee genießt oder einfach nur der feine Zimtgeruch, der beim Backen durch das ganze Haus zieht. 



Rezepte gibt es dazu ja millionenfach im Netz, deshalb denke ich nicht, dass ich meines hier teilen muss, vor allem weil ich die Schnecken eh mehr nach Gefühl als nach festen Mengenangaben mache. Standardhefeteig (in dem Fall mit Trockenhefe, da ja nicht abzusehen war, dass ich diese Woche wirklich soviel Hefe brauche) und die Füllung mach ich wie gesagt so Pie mal Daumen. Den ausgerollten Teig dick mit Margarine bestreichen, ca. 80g Zucker mit 2 EL Zimt vermengen und darauf streuen. Aufrollen, schneiden entweder einzeln backen oder in ner Backform aneinander legen. Mit Eigelb bestreichen, Hagelzucker betreuen. Fertig. 

Dann heißt es eigentlich nur noch Backen und Genießen. Am Herrlichsten finde ich, wenn der Zucker am Boden zusammen mit dem Zimt karamellisiert. Das ist dann sowas wie Glück pur. 

In diesem Sinne wünsche ich Dir noch einen schönen Sonntag
***
Pamy




Donnerstag, 27. September 2018

Meine September-Reste




Und schwuppdiwupp ist schon wieder ein Monat vorüber. Soviel dazu, dass ich jetzt wieder mehr Zeit zum Bloggen habe. Denkste. Ich lass es daher lieber gleich ganz bleiben, mit den großen Ankündigungen, die ich am Ende ja doch nicht halte(n kann). 

Aber zumindest will ich meinen Monatsresten treu bleiben, nicht dass die irgendwann auch noch irgendwo im Nirgendwo verschwinden. Dafür sind sie mir zu wichtig. Und wenn am Ende vom Jahr eine fehlen würde, fänd ich das auch superdoof und ärgerlich. 

Deshalb: einmal mehr meine Monatsreste, wie immer bestehenden aus vier Bildern und aus dem Monat, in dem ich se aufgenommen habe und bisher hier noch nicht gezeigt bzw. präsentiert habe. 

Wie ich feststellen musste, habe ich im September irgendwie erschreckend wenige Bilder gemacht und das obwohl ich den Herbstanfang doch eigentlich so mag. Anfangs wars noch direkt hochsommerlich, so gab es im Freibad sogar ne Verlängerungswoche und dort haben wir dann auch den Saisonabschluss gebührend mit Pizza vom Pizzaservice (unser Kiosk hat die Saison schon vor uns beendet), Fanta für alle, Nusszopf und was sonst noch irgendwie mitgebracht wurde, ja eigentlich förmlich zelebriert. Dann stand alles im Zeichen des Schützenmarktes, welcher hier zu den absoluten Pflichtterminen im Jahreskalender eines echten Bucheners gehört (mal davon abgesehen, dass ich eigentlich zugezogen bin), tja und dann wurde es auf einen Schlag Herbst.

Eigentlich mag ich das ja total, aber irgendwie kams dann doch so plötzlich. Und dass ich jetzt schon zwei Tage morgens meine Scheiben am Auto kratzen musste, fand ich irgendwie auch nicht so prickelnd.... Aber logisch, ist normal um diese Jahreszeit und irgendwie ist es doch auch ganz schön, wenn man sich Abends mit nem Gläschen Wein und ein paar Chips auf dem Sofa gemütlich machen kann. Und wie sagte neulich meine eine Kollegin: "Ich liebe den Herbst. Da kann man essen was man will ohne Angst zu haben, sich die Bikinifigur zu ruinieren...." Ich finde, der Gedanke hat was ;) 

Und ab nächste Woche -wenn wir dann schon Oktober haben- werde ich hier wohl noch den Kamin anschmeißen, dann ist der Kuschelfaktor perfekt. 


In diesem Sinne wünsche ich auch Dir einen tollen Herbstanfang
***
Pamy






Freitag, 14. September 2018

Heute gibts ein bisschen Schleichwerbung oder auch: nie wieder hässliche Standard-Kameragurte






[Werbung]
Dass ich nach dem Toreschluss von Dawanda meinen kleines Lädchen nun bei Etsy weiter betreibe, davon habe ich Dir bereits berichtet. Neu sind hierbei Kameragurte, die es ab sofort bei mir nun auch gibt. Ob man sowas wirklich braucht, sei natürlich mal dahin gestellt, doch was braucht man schon wirklich??? Manchmal muss es eben einfach mal nur etwas fürs Auge sein. 








So ist es vermutlich eher ein Nischenprodukt, aber durchauch so etwas wie ein Must Have, da diese Standardbänder der Kamerahersteller meiner Meinung nach ja wirklich mehr als grausig sind. Und wenn einer Schleichwerbung macht, dann sind das ja wohl die Firmen selbst mit ihren mega fetten Aufdrucken. So sieht jeder sofort, wer die tollste und teuerste Kamera im ganzen Land hat. 




So war es bereits eines meiner ersten Amtshandlungen, nachdem ich meine erste Spiegelreflexkamera bekommen hatte, mir ein eigenes Band zu nähen. D.h. ich hab damals noch kaum gescheite Fotos zusammen bekommen, aber immerhin war die Kamera schick. Das ist jetzt glaub  aber auch schon wieder an die 6 Jahre her, das selbe Band habe ich immer noch und hält in der Tat nach wie vor wie ne Eins. Und man kann nicht behaupten, dass das Teil bei mir sonderlich geschont wird.
Wobei ich mich allmählich am Design (für meine Verhältnisse schon sehr pink) ziemlich satt gesehen habe und deshalb werde ich mir wohl in den nächsten Tagen ebenfalls ein neues gönnen bzw. selber nähen. Eine neue Kamera hat schließlich auch ein neues Band verdient ;)






Aber bevor ich mir mein Eigenes nähe, habe ich erst einmal den Shop bestückt, vielleicht hast Du ja  noch gar keines und findest ebenfalls, dass eine tolle Kamera auch ein hübsches Band verdient hat.  

Wenn Du magst, schau doch mal rein, hier gehts zum Shop. 


(Mal noch ne kleine Frage am Rande: Hat irgendeiner eine Ahnung, wo ich ein Widget von Etsy zum Einbinden auf den Blog herbekomme? Ich habe mir nämlich schon schier nen Wolf gegoogelt, kann aber leider nichts Passendes finden. Für jeden Tipp und Ratschlag bin ich daher mehr als dankbar) ;)







Wenn Du Dir jedoch lieber selber eines nähen magst, gibts da ebenso wirklich unzählige Anleitungen im Netz. Ich persönlich nähe meine Bänder eigentlich immer nach dem Prinzip bzw. dem Freebook von farbenmix und wie gesagt, da ich meinen eigenen Gurt jetzt schon seit nunmehr 6 Jahren ständig in Gebrauch habe, kann das nicht die schlechteste Wahl gewesen sein. 

In diesem Sinne
hab ein tolles Wochenende!
***
Pamy





Samstag, 1. September 2018

Die drei-Monats-Reste-Box

Aufgrund der Tatsache, dass in diesem Sommer einfach unfassbar viel los bei mir war und ich daher nicht wirklich zum Bloggen kam, sind entsprechend auch immer meine Resteboxen ausgefallen, obwohl es nicht mal an mangelndem Bildmaterial lag bzw. liegt. Denn egal wie wenig Zeit ich habe, nen Moment für Fotos nehme ich mir eigentlich immer. Um nicht behaupten wollen, dass das schon schier zwanghaft ist. Allmählich frag ich mich schon, was ich eigentlich mit den gefühlt Millionen von Bildern anfangen soll.

Damit jedoch nicht alle in der Versenkung verschwinden, wärs ja fatal, wenn dann auch noch meine Resteboxen hier ausfallen würden, deshalb habe ich mir überlegt, ich hole diese für die Monate Juni und Juli hier jetzt einfach nach, mit Aufnahmen, die ich auch wirklich nur in diesen Monaten gemacht habe. Plus natürlich der aktuellen August-Reste. Geht manchmal eben nicht anders.

Und hier kommen sie:

Juni-Reste:




Juli-Reste:




 und die akutellen August-Reste:




Als ich eben all die Fotos zum Zusammenstellen der Collagen durchgeschaut habe, musste ich feststellen, dass ich in diesen letzten drei Monaten echt undfassbar viel unterwegs war, Vieles gesehen und erlebt habe. So war ich zb. in Holland am Meer (diese Bilder habe ich Dir ja bereits schon gezeigt), hab verschiedene Städte bei Ausflügen angeschaut, war im Zeltlager, im Sommerlager in der Schweiz für zwei Wochen, voriges Wochenende in Amsterdam zum Städtetrip mit ner Freundin, beim Landesfeuerwehrtag und und und. Da wundert es mich eigentlich selbst nicht, warum es hier in den letzten Wochen und Montan so ruhig zuging.

Dafür gehts dann aber im September entspannter und ganz ganz gewohnt mit normalen Resten weiter. Und mit mehr Bloggerei. Versprochen!!!!! Dann, wenn das Leben eben wieder mehr innen anstatt draußen stattfindet. Und ein klein bisschen freu ich mich darauf auch schon. Noch bitte eine paar warme Tage und dann hab ich nichts dagegen, den Ofen anzuschüren und es mir allmählich drinne wieder ganz muckelig zu machen.

verlinkt: Monatscollage

Hab ein feines Wochenende!

***
Pamy


Sonntag, 19. August 2018

{Foodlove} Heute gibt es einen spätsommerlichen Zwetschgenkuchen



An was erkennt man den Spätsommer? Genau: an der Zwetschgenernte. Diese fällt aufgrund dieses außergewöhnlichen Hammersommers in diesem Jahr ja besonders üppig aus. Wenn die Früchte auch etwas kleiner sind als sonst. Aber immerhin sind diese nicht vertrocknet wie vieles Andere sonst. Schon krass wie es hierzulande mittlerweile aussieht und vor allem auch, wenn man mal zwei Wochen außerlandes war, zurückkommt und sieht, wie alles verdorrt ist. An den Bäumen könnte man mittlerweile denken, es sei Herbst und wenn man sich die Maisfelder anschaut, könnte man fast das Heulen anfangen. Aber kein Wunder, hier bei uns hat es seit April nicht mehr richtig bzw. eigentlich gar nicht mehr geregnet. 

Aber ich will hier jetzt eigentlich gar keine Klimawandeldiskussion anregen, ich denke, mittlerweile dürfte eh jeder Zweifler mal erkannt haben, dass dieser nicht mehr wegzuleugnen ist. Vielmehr will ich Dir mein heutiges Backwerk zeigen. Ich hab gestern nämlich von ner Freundin nen ganzen Eimer voller Zwetschgen bekommen und die mussten schleunigst verarbeitet werden, bzw. den Rest hab ich entsteint und eingefroren. So langsam platzt aber meine Gefriertruhe wirklich aus allen Nähten, ich hab nun unzählige Kirschen drinnen und meine Himbeeren (ich hab ne späte Sorte im Garten) werden auch tagtäglich mehr. Obwohl ich die nicht mal gieße. Im Keller sieht es nicht besser aus, da mich in diesem Jahr die Zucchinis und Kürbisse regelrecht überrennen. Ich hab zwar jeweils davon nur ein klitzekleines Pflänzchen, aber bei den Zucchinis hab ich nach der 50. mittlerweile aufgehört zu zähen und mittlerweile hab ich auch schon den 8. Hokkaido weggemacht. Dabei fängt da die Ernte ja jetzt erst an. 

Für das, dass ich vom Gärtner eigentlich relativ wenig Ahnung habe, läuft es in diesem Jahr wirklich erstaunlich gut und ich freue mich, dass ich mich in jedem Jahr ein bisschen besser mit allem auskenne. 


Und heute gab es eben wie gesagt, der wie es bei uns so schön heißt Zwetschgenblaatz oder Zwetschgendatschi mit ganz viel Sahne (natürlich!). Der Hefeteig war noch ein eingefrorener Rest, diesen hab ich aufgetaut, ausgerollt und ein bisschen gehen gelassen. Danach habe ich ihn mit halbierten und entsteinten Zwetschen fächerartig belegt und natürlich auch mit Streuseln. Diese mach ich immer folgendermaßen: 

125g Mehl
50g Speisestärke
100g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 TL Zimt
100g flüssige Margarine 

mit einer Gabel vermengen und zu Streuseln verarbeiten. Auf den Kuchen geben und bei 200°C (Ober- und Unterhitze)  im vorgeheizten Ofen 30 Min. lang backen. 

Am Besten schmeckt er natürlich noch lauwarm mit frisch geschlagener Schlagsahne. 

Ein Traum an einem tollem Sonntag wie diesem. Auch wenn ich ab Morgen wieder Arbeiten muss, sind wir eigentlich immer noch ganz schön im Ferienmodus. Der Sohnemann hat noch 3 Wochen frei und da gehts dann zumindest nach meinem Feierabend nix wie ab ins Freibad. Wir hatten die letzten Wochen so dermaßen viel um die Ohren, dass dafür irgendwie nie Zeit blieb. Das meiste ist aber nun geschafft und deshalb wird das jetzt alles nachgeholt. Zumindest solange wie das Wetter mitspielt. Aber an Regen glaub ich mittlerweile ja eh nicht mehr. In diesem Sinne wünsche ich Dir einen ebenfalls entspannten Sonntagabend. 


Sei lieb gegrüßt
***
Pamy


Freitag, 6. Juli 2018

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge......




... muss ich leider meinen Dawanda-Shop schließen.

Nein, nicht freiwillig. Die meisten haben es ja bereits mitbekommen:  Dawanda hat letzte Woche verkündet, dass sie zum 30.8.2018 ihre Pforten schließen. Zunächst war ich ein bisschen schockiert, wenn auch nicht sonderlich überrascht, denn Vieles lief in letzter Zeit nicht so, wie man es sich vor allem als Verkäufer vielleicht gewünscht hätte. Teilweise hat man sich schon gefragt, ob man da ganz bewusst den Karren an die Wand fährt oder warum manche Sachen so gemacht wurden, wie es eben der Fall war. Und die Konkurrenz schläft schließlich auch nicht: So sind schon vor einiger Zeit Viele von Dawanda weg und zu anderen Anbietern weiter gegangen. Ich persönlich hab mich im Vorfeld ebenfalls schon mehrfach mit der Frage auseinandergesetzt, ob es nicht besser wäre, ebenfalls zu wechseln. Doch letztendlich habe ich mich bei Dawanda eigentlich immer ganz wohl gefühlt und für mich im kleinen Nebengewerbe, bei dem es mehr um den Idealismus als ums große Gewinne einfahren geht, haben diese kleine Ungereimtheiten dann auch nicht soooo sehr gestört.



Tja, aber jetzt machen sie eben dicht und ich muss mich somit nun nicht mehr fragen, ob ich wechseln will oder nicht. Vielmehr bleibt die Frage, ob überhaupt weitermachen oder sich einen anderen Anbieter suchen. Und wenn, welchen nimmt man da am Besten? Da Dawanda ein Abkommen mit Etsy getroffen hat, alle Verkäufer zu übernehmen und durch spezielle Tools der Umzug auch ganz einfach geht, habe ich nicht lange überlegt. Auch mein Anwaltsabo kann ich einfach auf etsy umstellen und mir entstehen keine weiteren Kosten. Wie das mit dem internationalen Versand ins Ausland oder anderen Dingen, die es da zu beachten gibt ist, weiß ich alles noch überhaupt nicht und mir reichen eigentlich die rechtlichen Sachen, mit denen ich mich jetzt schon auseinander setzen muss. Aber nun gut, ich will es einfach mal probieren, weil ich es einfach mag, wenn Menschen die Dinge, die ich anfertige, gut finden und sogar kaufen. Ich freu mich tatsächlich bis heute wie Bolle über jeden einzelnen Verkauf. Egal ob "live" aufm Markt, per Internet oder direkter Bestellung. Und zudem wäschst man ja auch mit seinen Aufgaben und so hat eben auch eine neue Herausforderung sein Gutes und ich freu mich irgendwie mittlerweile auch drauf. Zunächt werde ich aber auch weiter erstmal nur nach Deutschland meine Sachen verschicken, mit all dem anderen internationalen Kram muss ich mich erstmal in Ruhe auseinandersetzen. 


So bin ich heute also in mein neues Online-Zuhause umgezogen und hoffe, ich finde mich dort bald genauso gut zurecht, wie das einst bei Dawanda der Fall war. Aktuell ist noch alles ein bisschen ungewohnt und das wird es sicher auch noch ein paar Tage dauern. Hier gehts nun ganz offiziell zu meinem neuen Etsy-Shop und ich freu mich über jeden, der mich dort besucht. 



Hab ein feines Wochenende!
***
Pamy