Sonntag, 31. Dezember 2017

Das war mein 2017...



Wie in jedem Jahr, ist auch nun - so zwischen den Jahren - für mich die Zeit, in der ich innehalte, zurückblicke, mich erinnere, was denn so alles war und was dieses Jahr so alles für mich gebracht hat. Bloggertechnisch war ja leider nicht soviel los bei mir, aber das lag im Prinzip nur daran, dass im wirklichen Leben so unfassbar viel passiert ist, dass es es zeitlich einfach so gut wie nicht möglich war, mein Leben 2.0 so zu auszufüllen, wie ich es mir vielleicht machnmal auch gerne gewünscht hätte. Besserung für nächstes Jahr zu geloben, macht vermutlich wenig Sinn, denn bei sowas bin ich ja generell immer ein bisschen vorsichtig, da ich mich eigentlich seit Jahren weigere, mir irgendwelche guten Vorsätze fürs nächste Jahr vorzunehmen, die ich letztendlich eh nicht einhalte. Aus Frustvermeidungsgründen lass ich das dann lieber gleich von Vornherein ganz sein ;). 

Das Jahr 2017 hat ganz wunderbar gestartet, gleich noch im Januar waren wir mit Freunden übers Wochenende in einer Hütte. Das Coole daran, wir sind gar nicht weit gefahren für diesen kleinen "Kurzurlaub", sondern wir haben uns diese einfach bei uns im Städtchen angemietet. 18 Schlafplätze gibt es dort, genau so viele Leute waren wir auch und das war echt unglaublich schön. Wir konnten Schlittenfahren, Raclette essen, durch die Wälder ziehen, zusammensitzen, klönen, spielen und einfach drei schöne Tage zusammen verbringen. Das war gleichermaßen für alt und jung toll. 

Kurz danach konnten wir den 8. Geburtstag des Sohnemanns feiern und dann irgendwann kam der Anruf unserer Vermieterin, die uns plötzlich die Hiobsbotschaft des "Eigenbedarfs" (für mich das Unwort des Jahres übrigens) ankündigte. Das hat uns im ersten Moment schier gelähmt, weil wir mit sowas schlicht und ergreifend nicht rechneten. Auch wenn diese angedrohte Eigenbedarfskündigung bis heute nie kam, wollten wir nicht weiter von irgendjemand abhängig sein und haben uns auf die Suche nach einem eigenen "Heim" gemacht, was sich zunächst -bei der aktuellen Immobilienlage- als gar nicht so einfach entpuppte. Doch dann hat es das Schicksal gut mit uns gemeint und wir wurden fündig. Wer mich kennt weiß, dass ich einen Faible für alte Gebäude habe und ich selbst auch immer schon von solch einem für uns selbst geträumt habe. Am Allerliebsten wäre mir ja sogar immer ein Fachwerkhaus gewesen.... das ist unseres jetzt zwar nun nicht ganz, aber immerhin knapp 100 Jahre ist es alt und (komplett) aus Buntsandstein. Ein absoluter Traum für mich und zum Glück mussten wir nur ein bisschen was renovieren ,da die hauptsächliche Sarnierung schon vom Vorbesitzer durchgeführt wurde. So konnten wir im November nun einziehen und ich kann gar nicht sagen, wie toll sich das anfühlt und wie wohl wir uns -auch nach der kurzen Zeit- hier schon fühlen. Ein Haus mit so ganz viel Charme und Geschichte, über das ich in naher Zukunft sicher noch eigens berichten werde.  

Aber nicht nur das war hier los... wir haben Anfang des Jahres noch Faschenacht gefeiert, Ostern und uns auf unseren Urlaub in Griechenland gefreut. Leider erlitt mein Mann gerade mal 20 Std. vor Abflug einen Hörsturz, warum wir diese Reise stornieren mussten. Das war zunächst blöd, aber wir sind dann kurzfristig für ne Woche an die Nordsee gefahren (mit dem Auto meiner Eltern, da uns das Unsrige zu allem Elend auch noch im Stich gelassen hat) und der Erholwert war mit Sicherheit dann letztendlich genauso groß, als uns das der Aufenthalt auf einer griechischen Insel hätte bieten können. Wir sind eben alle drei absolute Ostfrieslandfans, hatten Riesenglück mit unserem  so kurzfristig gebuchten Ferienhäuschen, dem Wetter und einfach auch so mit allem. Oder vielleicht auch einfach damit, dass wir es so angenommen haben, wie es kam. Ändern hätten wir es eh nicht mehr können. 

Danach wurde es aber auch in der Heimat wärmer, die Freibadsaison wurde eröffnet und dann gings auch schon ins Zeltlager. Drei Tage mit 350 Leuten, das ist auch nach 18 Jahren immer noch ein absolutes Highlight für mich. Naja und auch ganz schön aufregend..... Früher war ich halt immer nur so irgendwie dabei, heute trage ich die Verantwortung, das ist schon irgendwie anders. Aber es macht mir nach wie vor unglaublich viel Spaß und ich kann mir selbst heute -nach all der Zeit- nicht vorstellen, dass das irgendwann vielleicht nicht mehr sein soll. 

Die Woche drauf ging es dann für zwei Wochen ins Sommerferienlager nach Oberösterreich, auf das ich mich in diesem Jahr ganz besonders gefreut habe, da es in das selbe Haus ging, in welchem wir schon zwei Jahre vorher waren und das ist sooooo toll, da war klar, dass es wieder gut wird, was es dann auch wirklich war. Wie immer war unser Zuständigkeitsbereich die Küche und wir haben 14 Tage lang für 55 Kinder und 14 Betreuer gekocht und eben für deren leibliches Wohl gesorgt. 

Danach ging es heim und ich hatte gerade mal einen Tag zum Koffer auspacken, Wäsche waschen, Koffer neu packen und dann ging es schon ab nach Mecklenburg-Vorpommern an die Seenplatte zum Frauen-Kinder-Urlaub ins Ferienhaus von Freunden von uns. Das war toll.... wir haben viele Ausflüge unternommen, waren Paddeln, an der Ostsee und was für mich ein ganz besonderes Higlight war, wir waren bei den Winnetou-Festspielen in Bad Segeberg. Seit ich Kind bin, will ich da schon hin und jetzt wurde es endlich wahr. Es war auch wirklich genauso toll wie ichs mir vorgestellt habe und ich glaube wir Erwachsenen fanden das alles noch viel gigantischer als die Kinder, die mit Winnetou ja nie so aufgewachsen sind, wie wir. Nachdem wir wieder zu Hause waren, ging es die Woche drauf wieder zum Zelten. Mittlerweile zum dritten Mal, dass wir mit Freunden an eine Jagdhütte im Wald gehen, die wir nutzen dürfen und rund herum unsere Zelt aufschlagen. Dort gibt es zwar keinen Strom, dafür aber Gaskocher, ne eigene Quelle, Grill, Geschirr, Gaslampen und auch ein Plumsklo. Natur pur quasi und das macht nicht nur den Kindern megaviel Spaß. Zu Essen gibts meist Wild und Fisch alles selbstgefangen und erlegt (keine Sorge, alles legal... )... Das sind die Momente, wo ich so unsagbar froh bin, auf dem Land zu leben, tolle Freunde zu haben und ich mir immer wieder denke, was so Stadtleute eigentlich alles verpassen.....

Ja und direkt danach gings dann auch schon zum Notar, das Haus unter Dach und Fach bringen und alles war fortan nur noch auf Umbauen und Umzug gepolt. Ne Wand musste raus, Holzdecken runter, neue Decke rauf, alles neu verputzen und so weiter und so fort und zum Glück wurden wir mit allem auch in der Zeit fertig, die wir uns so vorgenommen hatten. Zwischendurch hab ich mal ganz schön gezweifelt, ob wir das so so alles auch schaffen werden. Umso besser hat es sich dann angefühlt, als alles geklappt hat. Und so wohnen wir nun seit 2 Monaten hier und fühlen uns pudelwohl. Ein besonderes Highlight ist auch der Kaminofen, von dem ich schon immer geträumt habe -mal davon abgesehen, dass ich diesen letzte Woche geschrottet habe, weil ich zu dolle an der Tür gerüttelt habe- Nun ist die Scheibe rausgebrochen und wird vermutlich erst nächste Woche neu eingesetzt.

Was mich dieses Jahr ganz besonders überrascht hat, wir wurden nominiert zum Ehrenamtspreis. Ok, die Nominierung an sich hab ich zunächst mal nur so zur Kenntnis genommen, schließlich werden da über 100 Personen bzw. Organisationen vorgeschlagen bzw. nominiert. Dass wir dann aber tatsächlich zu den 6 Gewinnern dieses Preises gehört haben, hat mich zum einen wirklich überrascht, aber auch unglaublich stolz gemacht. Auch wenn ich da nur stellvertretend für alle Jugendfeuerwehren in unserem Landkreis stand, war es dennoch auch für mich ganz schön aufregend. Immerhin steht man ja nicht alle Tage auf so einer Bühne und bekommt so eine Trophäe überreicht, währenddessen unten im Saal über 500 Leute sitzen und applaudieren. Da geht einem der Herzschlag schonmal ein bisschen schneller als vielleicht üblich. 

Anfang Dezember hab ich dann noch mit meinen selbstgenähten Sachen und meinem Cabochon-Schmuck an zwei Weihnachtsmärkten in unserer kleinen Stadt teilgenommen. Anfangs wollte ich aus Zeitgründen eigentlich absagen, habe ich mich dann aber doch dafür entschieden. Auch wenn ich mich teilweise heute noch fragte, wie ich es eigentlich geschafft habe, die ganzen Sachen herzustellen, war ich letztendlich doch froh, dass ich es durchgezogen habe. Denn es war wieder total schön und meine Sachen wurden unfassbar gut angenommen, dass ich bis heute noch ganz überwältigt bin. 

Nun wurde auch endlich mein Wunsch war, denn ich habe davon geträumt, mir von dem Gewinn eine neue Kamera zu leisten, welche ich mir direkt heute morgen bestellt habe. Ich kann es kaum erwarten, bis sie nun endlich da ist (weil ich mir die Wahl wirklich nicht leicht gemacht habe) und dann mit ihr auf Fotopirsch zu gehen.  

Tja und dann war es auch schon vorbei -dieses unglaublich ereignisreiche Jahr. In das neue Jahr werden wir hier bei uns feiern, jetzt wo wir es so schön haben. Außerdem muss ja auch getestet werden, ob das neue Heim überhaupt auch partytauglich ist. 19 Leute werden wir sein.... und deshalb werd ich mich jetzt auch gleich mal ranmachen müssen , um alles vorzubereiten. 

Wie ich oben schrieb, Vorsätze habe und nehme ich mir auch diesmal keine. Dennoch wäre es schön, wenn das nächste Jahr vielleicht doch ein wenig ruhiger werden würde. So schön all diese -und auch all jene welche, die hier nun keinen Platz zum Erwähnen gefunden haben-  Erlebnisse auch waren, so würde ich mir dennoch ein wenig mehr Ruhe wünschen. Ok, vermutlich würde ich mich relativ schnell auch wieder langweilen, aber teilweise kam ich da schon auch an meine persönliche Belastungsgrenze. Das muss nicht jedes Jahr so sein. Das geht auch mal ruhiger. 

Zudem wünsche ich mir für all diejenigen aus meinem persönlichen Umfeld, denen es vielleicht gerade nicht so gut geht, dass im nächsten Jahr alles gut wird!


Und Dir, wo Du diesen ultralangen Text bis zu Ende gelesen hast, wünsche ich einen ultimativen Rutsch und ein glückliches weltbestes neues Jahr. 

Komme gut rein - und fang es gut an!!!

♥♥♥
Pamy



Kommentare:

  1. Dein Jahr war wirklich aufregend, aber es hört sich alles sehr positiv an, dann ist die Aufregung nicht schlimm. Viel Spaß mit der neuen Kamera und guten Rutsch in das neue Jahr.
    Liebe Grüße,
    Lee

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  2. Hach, und euch in diesem schönen Haus zu wissen, macht doppelte Freude! Ich hoffe ja, ich komme wenigstens im nächsten Jahr wieder mal in die alte Heimat. Gesundheitsmäßig geht es ja wieder bei uns Beiden aufwärts, aber das eigene Auto wird Ostern abgeschafft...
    Gefreut hat mich auch der Preis, denn ihr leistet so Großartiges! Da wäre auf dem Lande sonst nicht nur der Ofen aus....
    Kommt gut ins Neue Jahr, bleibt gesund und munter und gönnte ich mal Muße!
    Herzlichst
    Astrid und der Herr K.

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  3. Liebe Pamy,
    och,ich freu mich für euch mit über das neue Heim und bin gespannt,ob du uns hier mal Einblicke zeigen wirst:)
    Es war bestimmt ein anstrengendes und gleichzeitig aufregendes Jahr für dich und deine Männer!
    Dann lasst es heute mal richtig krachen und rutscht gut rein in ein glückliches und gesundes neues Jahr!
    Ganz liebe Grüße von
    Kristin

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  4. Ach wie schön... ein aufregendes Jahr mit so vielen schönen Momenten! Glückwunsch auch zu dem Gewinn!! ...und dann bin ich jetzt doch mal gespannt, was du für eine Kamera gewählt hast liebe Pamy :) Ich wünsche dir fürs neue Jahre alles Gute, weiterhin viel Freude mit dem Ehrenamt, Gesundheit und ganz viele Glücksmomente! Ich freue mich auf ein weiteres Jahr mit dir! <3
    Liebste Neujahrsgrüße
    Christel

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