Sonntag, 19. August 2018

{Foodlove} Heute gibt es einen spätsommerlichen Zwetschgenkuchen



An was erkennt man den Spätsommer? Genau: an der Zwetschgenernte. Diese fällt aufgrund dieses außergewöhnlichen Hammersommers in diesem Jahr ja besonders üppig aus. Wenn die Früchte auch etwas kleiner sind als sonst. Aber immerhin sind diese nicht vertrocknet wie vieles Andere sonst. Schon krass wie es hierzulande mittlerweile aussieht und vor allem auch, wenn man mal zwei Wochen außerlandes war, zurückkommt und sieht, wie alles verdorrt ist. An den Bäumen könnte man mittlerweile denken, es sei Herbst und wenn man sich die Maisfelder anschaut, könnte man fast das Heulen anfangen. Aber kein Wunder, hier bei uns hat es seit April nicht mehr richtig bzw. eigentlich gar nicht mehr geregnet. 

Aber ich will hier jetzt eigentlich gar keine Klimawandeldiskussion anregen, ich denke, mittlerweile dürfte eh jeder Zweifler mal erkannt haben, dass dieser nicht mehr wegzuleugnen ist. Vielmehr will ich Dir mein heutiges Backwerk zeigen. Ich hab gestern nämlich von ner Freundin nen ganzen Eimer voller Zwetschgen bekommen und die mussten schleunigst verarbeitet werden, bzw. den Rest hab ich entsteint und eingefroren. So langsam platzt aber meine Gefriertruhe wirklich aus allen Nähten, ich hab nun unzählige Kirschen drinnen und meine Himbeeren (ich hab ne späte Sorte im Garten) werden auch tagtäglich mehr. Obwohl ich die nicht mal gieße. Im Keller sieht es nicht besser aus, da mich in diesem Jahr die Zucchinis und Kürbisse regelrecht überrennen. Ich hab zwar jeweils davon nur ein klitzekleines Pflänzchen, aber bei den Zucchinis hab ich nach der 50. mittlerweile aufgehört zu zähen und mittlerweile hab ich auch schon den 8. Hokkaido weggemacht. Dabei fängt da die Ernte ja jetzt erst an. 

Für das, dass ich vom Gärtner eigentlich relativ wenig Ahnung habe, läuft es in diesem Jahr wirklich erstaunlich gut und ich freue mich, dass ich mich in jedem Jahr ein bisschen besser mit allem auskenne. 


Und heute gab es eben wie gesagt, der wie es bei uns so schön heißt Zwetschgenblaatz oder Zwetschgendatschi mit ganz viel Sahne (natürlich!). Der Hefeteig war noch ein eingefrorener Rest, diesen hab ich aufgetaut, ausgerollt und ein bisschen gehen gelassen. Danach habe ich ihn mit halbierten und entsteinten Zwetschen fächerartig belegt und natürlich auch mit Streuseln. Diese mach ich immer folgendermaßen: 

125g Mehl
50g Speisestärke
100g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 TL Zimt
100g flüssige Margarine 

mit einer Gabel vermengen und zu Streuseln verarbeiten. Auf den Kuchen geben und bei 200°C (Ober- und Unterhitze)  im vorgeheizten Ofen 30 Min. lang backen. 

Am Besten schmeckt er natürlich noch lauwarm mit frisch geschlagener Schlagsahne. 

Ein Traum an einem tollem Sonntag wie diesem. Auch wenn ich ab Morgen wieder Arbeiten muss, sind wir eigentlich immer noch ganz schön im Ferienmodus. Der Sohnemann hat noch 3 Wochen frei und da gehts dann zumindest nach meinem Feierabend nix wie ab ins Freibad. Wir hatten die letzten Wochen so dermaßen viel um die Ohren, dass dafür irgendwie nie Zeit blieb. Das meiste ist aber nun geschafft und deshalb wird das jetzt alles nachgeholt. Zumindest solange wie das Wetter mitspielt. Aber an Regen glaub ich mittlerweile ja eh nicht mehr. In diesem Sinne wünsche ich Dir einen ebenfalls entspannten Sonntagabend. 


Sei lieb gegrüßt
***
Pamy


Kommentare:

  1. Ah ja, der Blaatz! Jetzt noch Valendinestag und dann habe ich so ein Hörkino im Kopf und auf der Haut auch trockenen Sommer...
    Schön, dass du wieder da bist!
    LG
    Astrid

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  2. Jaaa liebe Pamy, Zwetschgenkuchen mit Streusel auf Hefeteig liebe ich auch sehr. Meine Oma hat den allerbesten Zwetschgendatschi gebacken aber meistens erst mit den Zwetschgen im September. Ja die Dürre ist wirklich erschreckend, die Natur leidet sehr egal ob Pflanze oder Tier.

    Liebe Grüße
    Kerstin

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